Nancy │ 27.-30.06.2024
- IHB
- 30. Juni 2024
- 10 Min. Lesezeit
Am 27.-30.6. ging es für 8 Huskys zu den Juni Gamedays des Ettlinger-Airsoft-Vereins nach Nancy.
Doch der Reihe nach.....
Am Donnerstagmittag trafen sich Oli und Silke bei Maik und Nadine in Leutenheim, um von dort dann mit einem Wohnwagengespann gemeinsam weiter nach Nancy zu fahren. Dirk und Mario starteten gegen 16:45 von Lahr aus, ebenfalls mit Ziel Nancy. Gegen 18:30 kam die erste Kolonne auf dem Gelände an, und suchte uns einen schönen Platz für unser Lager aus. Kurz danach trafen auch Mario und Dirk ein. Da wir wussten, dass Pierre und Selina am Freitagabend noch nachkommen werden, breiteten wir uns dementsprechend großzügig aus.
Nachdem das Zelt sowie der Wohnwagen bezugsfertig waren, war man sich schnell einig, dass die Huskys Hunger hatten. Anfänglich richteten wir die Tafel unter dem Sonnensegel vor dem Wohnwagen, als bald danach die ersten dunklen Wolken aufzogen, der Wind stetig zunahm und es zu regnen begann, wurde alles blitzschnell in das Zelt von Dirk und Mario verlagert. Da dies für 6 Personen ausgelegt war, hatten wir genügend Platz. Während alle anderen im Zelt saßen, und sich das Essen schmecken ließen, stand unser Teamchef tapfer dem Regen trotzend vor dem Zelt und grillte. Die hungrige Meute wollte schließlich gefüttert werden.
Nachdem der Hunger gestillt war, überreichte der Teamchef einen kleinen Karton an Maik. Dieser wunderte sich anfänglich noch, aber nach dem der Teamchef erklärte, dass Maik ab sofort ein Husky sei, und dem Team zugehörig ist, war die Freude bei Maik sichtlich groß. Im Karton befanden sich: das Teampatch, unser derzeitiges Team-Shirt und andere Dinge. Darauf wurde erstmal kräftig angestoßen, und das neue Mitglied herzlich willkommen geheißen. Auch Nadine, die Frau von Maik, ist ein weiteres Mitglied bei den Huskys. Nachdem das Wetter wieder aufgeklart war, verlagerten wir alles wieder nach draußen und saßen so noch den Abend gemütlich beisammen.
Freitagfrüh klingelte der Wecker gegen 7.00Uhr. Nach dem nach und nach alle wach waren, richteten wir unter dem Sonnensegel vor dem Wohnwagen das gemeinsame Frühstück. Ganz in Huskymanier, waren wir mit die Letzten, die zur Anmeldung und zum Chronen gingen. Dies war von 8:30- 9:30, im Anschluss daran war dann das Briefing und die Teameinteilung. Da es Freitag war, war die Spielerzahl doch recht überschaubar. Wir vier, (Dirk, Mario, Maik und Oli) waren in Team Rot. Unsere Mädels machten Bilder und kümmerten sich um unseren Platz. Nach dem absehbar war, dass der Tag im Vergleich, zu dem vergangenen sehr warm werden wird, schauten wir, dass genug zu trinken da ist.
Erstes Spiel an diesem Tag war TDM. Bei jedem mal, nach dem man im Respawn war, musste man einen Zähler drücken, der die Gesamtzahl aller Hits zählte. Das Spiel endete 68/69 für die Blauen. Da die Temperaturen stiegen, wurde hier schon eine größere Pause eingelegt.
Das nächste Spiel war „Trophy Hunt“ hierbei ging es darum, Hundemarken zu klauen. Bei jedem Hit, den man machte, hatte man die Möglichkeit, die „Hundemarke“ des getroffenen an sich zu nehmen. Der gehitete musste 3 Minuten an Ort und Stelle bleiben. Es gab zwei Optionen. Erstens: man nahm die Marke und legte diese im Respwan ab, um einen Punkt zu erhalten, oder zweitens: Man versuchte die eroberten Marken in der Ortsmitte in eine Kiste zu bringen, um zwei Punkte zu erhalten. In dieser Runde schlugen wir uns äußerst passabel. Da die Temperaturen weiter stiegen, wurde nach dem Spiel eine weitere große Pause gemacht, um die Spieler nicht zu sehr zu fordern.
Nach der Pause kam ein Spiel, das uns persönlich am besten gefallen hat. Es bestand aus dreierlei Variationen: „Team Death Match, Conquest und Capture the Coin“. Bei Conquest musste ein Punkt erobert, die Uhr aktiviert und versucht werden diese zu halten. Von den Uhren gab es drei. Eine im Südbunker, eine im Nordbunker und eine in der Dorfmitte. Dazu kam noch Capture the Coin. Hier gab es auf dem Feld für jedes Team einen Punkt, an denen Marken hinterlegt waren und eine Kiste in der Dorfmitte in der 20 Coins platziert waren, die von beiden Teams gelootet werden konnte. Da Mario und Oli aufgrund Leerer Akkus und einem kleinen defekt an der Waffe etwas später ins Spielgeschehen eingriffen, entschieden sie sich, den Südbunker unter Kontrolle zu bringen. Mario hatte eine neue Mine dabei, die mit einem Bewegungsmelder ausgestattet ist. Gemeinsam machten sich Oli und Mario schnellen Fußes zum Bunker. Dort angekommen, aktivierte Oli die Uhr und Mario platzierte seine Miene und dann bezogen sie eine Stellung unweit des Eingangs und kontrollierten das Vorfeld. Die Spieldauer war auf 90 Minuten angesetzt. Über Funk konnten wir die ganze Zeit den Spielverlauf verfolgen. So lagen die zwei nur wartend, den Schnaken ausgesetzt an einem recht unbequemen Hang in der Stellung. Nach ca. 30 Minuten kam ein blauer Spieler „vorbei“ den sie recht schnell bekämpften und ausschalteten. Einer hatte sich hinter dem Bunker angeschlichen, ist aber nach einem kurzen erfolglosen Feuergefecht genauso schnell und leise wieder verschwunden. Über Funk kam ab und an auch die restliche Spieldauer durch. Zwei Minuten vor Spielende kam dann aus dem Nichts ein blauer Spieler, der zuerst Mario und dann nach einem kurzen Schusswechsel auch den Teamchef aus dem Spiel nahm. Nachdem die zwei Huskys jetzt nicht mehr im Geschehen waren, die Uhr aber noch für das rote Team lief, wollte der blaue Spieler nun den Bunker einnehmen und die Uhr für das blaue Team ändern. Mario und Oli schauten sich an, denn sie wussten, was passiert wird. Und genau so kam es dann. Bei dem Versuch den Bunker zu betreten löste die Mine aus, und auch der Spieler war raus. Wir fragten dann im Anschluss, ob er es noch geschafft hätte die Uhr zu ändern, dies wurde verneint. Unterm Strich lief somit die Uhr im Südbunker ganze 79 Minuten für das Team Rot. Da Dirk und Maik als zweites Duo einen Pendelverkehr zwischen Dorfmitte und Spawn einrichteten, gelang es ihnen, zum Leid der Blauen, die Kiste schnell zu leeren. Auch alle anderen haben ein super Spiel gemacht.
Nach diesem Spiel war eigentlich die Luft raus, da die Temperaturen immer noch sehr hoch waren. So gab es eine weitere größere Pause. Den Abschluss an diesem Tag machte dann eine Runde Fungame, bzw. max. 1,2 Joule im Häuserzug mit den verschiedensten lustigen Waffen. Im Vergleich zu den übrigen Spielmodi, wurde unser Teamchef mehr abgeschossen wie am ganzen Tag zusammen.
Unterdessen kamen auch die beiden letzten Spieler unseres Teams an. Pierre und Selina, die wir schon sehnlichst erwarteten. Somit war unser Team für dieses Event, mit 8 Personen komplett. Nachdem die neu Angereisten auch ihren Platz bezogen hatten und deren Zelt innerhalb weniger Sekunden gestanden hatte, richtete unser Küchentrupp das Essen.
Nach dem alle einigermaßen wieder frisch waren und ihre Sachen verstaut hatten, wurde der Gasgrill angeworfen und der gemütliche Teil des Tages wurde eingeläutet. Klar war Gesprächsthema der vergangene Tag und wie es war. Da unser Platz direkt der Sonne ausgesetzt war, und das Sonnensegel nicht wirklich viel Schatten abwarf, zog sich Silke einen heftigen Sonnenbrand zu, der mehr zum Sonnenstich führte.
Den Abend ließen wir gemütlich vor dem Wohnwagen ausklingen. Hier präsentierte uns Mario das Konzept für unsere „Taktische Gruppe“, da der Wunsch aufkam, mehr taktisch zu spielen, um mehr Erfolg bei den Missionen zu haben. So wird es zukünftig „Workshops „zu verschiedenen Themen geben, wie z.B. Bewegen im Felde, Funken oder Taktische Handzeichen.
Samstagfrüh gegen 7:00 Uhr klingelte der Wecker erneut, und ein weiterer Spieltag brach an. Doch zuvor war erstmal gemeinsames Frühstücken angesagt. Im Anschluss daran machten wir uns in aller Ruhe fertig um dann zur Begrüßung und dem Briefing zu gehen. Wie gewohnt waren wir fast die Letzten die eingetrudelt sind. Da wir ja schon einen Tag zuvor alles erfahren hatten, war dies nicht wirklich tragisch. Bei der Teameinteilung waren wir wieder im roten Team.
Das erste Spiel war wie am Tag davor auch TDM. Da aber die Anzahl der Spieler wesentlich mehr war (knapp 80 Spieler) war diesmal auch das Ergebnis ein völlig anderes. Leider ging der Sieg an die Blauen. Da auch der Samstag versprach heiß zu werden, wurden die Pausen länger ausgedehnt. Das zweite Spiel war „Geisel“. Hier bestand die Aufgabe, für das blaue Team eine Person aus deren Spawn zum Südbunker zu bringen und dort für 90 Sekunden zu beschützen. Für Rot hieß dies, das zu vereiteln und die Geisel zum Nordbunker zu bringen und diesen 90 Sekunden zu halten. Angesetzt war hierfür eine Stunde. Wir bezogen schnell Stellung am Südbunker und platzierten die Mine vor dem Eingang des Bunkers, während das restliche rote Team die Offensive ergriff. Letztlich ist es dem blauen Team dennoch gelungen, ihre Aufgabe umzusetzen.
Da die Zeit schon vorgerückt war, und die Temperatur ihr Übriges tat, wurde die Mittagspause sehr ausgedehnt. Die Orga vom Ettlinger Airsoft Verein kam mit der Nachricht, dass für alle Eis gekauft wurde. Motiviert mit der Aussicht auf Erfrischung machten sich alle 8 Huskys auf den Weg zum Sammelplatz, um sich mit Eis abzukühlen. Die Rückrunde von der Geiselname sowie das zweite TDM fiel kurzerhand der Pause zum Opfer. Das Nächste Spiel auf dem Plan war die Dreier Aufgabe wie am Vortag. Innerlich freuten wir uns schon wie kleine Kinder, da unser Plan der gleiche war wie gehabt. Diesmal schloss sich Pierre dem ersten Duo Oli und Mario an.
Nachdem das Spiel zweimal gestartet werden musste, da die blauen den Start nicht mitbekommen hatten, sprintete Oli direkt zum Bunker, um die Uhr zu setzen, während Mario seine Miene wieder platzierte. Danach bezogen sie wie gehabt die unbequeme Stellung vom Vortag, um das Vorfeld zu sichern. Per Funk gaben die drei die Meldung: „Bunker gesichert, Mine platziert, Vorfeld gesichert“ ab. Sie waren sich ihrer Sache so sicher, da es ja auch am Vortag geklappt hatte. Wieder hörten sie den Funk mit, und hörten so was auf dem übrigen Feld so geschah. Nur mit dem Unterschied, dass es diesmal am Südbunker sehr ruhig war, fast schon zu Ruhig. Bis auf eine Begegnung mit einem blauen Sniper, den wir schnell ausschalteten und ein Knacken eines Astes aus Richtung des Bunkers, war alles ruhig. Aber dazu später mehr.
Kurz vor Spielende kam per Funk die Meldung: FREEZ Nachdem der Notruf nach ca. 20 min abgearbeitet war und der verletzte Spieler vom Feld gebracht wurde, bekamen wir die Order, alle sammeln sich in der Dorfmitte und dann gibt es weitere Informationen. Nachdem wir alle versammelt waren, kam die Information, dass ein Spieler einen Treffer knapp unterhalb des Auges abbekommen hat, glücklicherweise ohne größere Folgen.
Nachdem das Spiel fortgesetzt werden konnte, jedoch ohne die beiden Bunker, da nur noch 20 Minuten zu spielen waren, wurde eben im Häuserzug weitergespielt. Unserer Sache sicher beendeten wir das Spiel, und zogen zu unserem Platz, um uns abzuröddeln und frisch zu machen, da die Temperaturen uns doch sehr zusetzten. Dirk war noch bei den Ettlingern am Platz, während wir anderen uns schon für das Abendessen rüsteten. Da wir alle dem EM-Deutschlandspiel entgegenfieberten, wollten wir vor dem Spiel fertig sein mit Essen. Leider ging uns das Gas im Grill aus, und so war es an unserem Teamchef, mit dem Grillgut bepackt zu den Ettlingern zu gehen, um dort am großen Holzkohlegrill zu grillen. Bevor Oli losziehen konnte, kam Dirk zurück mit ziemlich ernster Miene. Dann kam die Frage, wer von uns die Uhr im Südbunker aktiviert hatte? Oli gab zur Antwort, dass er dies getan hat, und die Uhr auch für Team Rot lief, und dies so das ganze Spiel über gewesen sei. Dann kam Dirk mit der traurigen Nachricht, dass es den Blauen gelungen sei, von außen, mit der Hand, durchs Fenster, in den Bunker zu greifen und die Uhr für Blau zu wechseln, ohne dass die Mine losging. Wir hatten also 70 Minuten lang einen Bunker für die blauen bewacht, ohne dies auch nur zu ahnen. Die Enttäuschung war groß.
Da die Ettlinger einen Beamer dabei hatten, und Dirk seinen Laptop und Nadine ihren Prime-Account zur Verfügung stellte, war für uns klar, dass wir das EM Spiel gemeinsam mit allen anderen im Lager von EAV schauen werden. Dirk hatte auch noch seine große Musikbox dabei, somit kam der Sound gut an. Während dem Einrichten von Beamer und Laptop schlug das Wetter schlagartig um. Der Wind steigerte sich von einer lauen Prise zum Orkan. Anfänglich bestaunten wir das Naturspektakel und filmten dies auch noch, ohne zu ahnen, was im Nächten Augenblick auf uns zukam. Mit Blick auf Wohnwagen und die Zelte war uns sofort klar was passiert. Im Sprit rannten wir zu 10. zu unserem Platz um dort sofort mit dem Abbau von den Zelten sowie dem Sonnensegel zu beginnen.
Leider kam uns der Sturm beim Sonnensegel zuvor. Eine heftige Böe riss das Segel vom Wohnwagen ab, auch wurde eine Verstrebung Glatt abgeschert. Nach dem da nichts mehr zu retten war, machten sich alle daran das Zelt von Mario und Dirk mit vereinten Kräften abzubauen. Dirk lag im Zelt, um dies zu beschweren, und Mario räumte hastig alles aus. Alle anderen kappten die Seile und machten sich ans Gestänge um das Zelt aus der Windlast zu kriegen. Dies alles passierte innerhalb weniger Minuten. Alle Habseligkeiten wurden in Wohnwagen und Autos verstaut. Nachdem der Platz nun sturmsicher war, konnten wir uns mit 20-minütiger Verspätung dem Deutschlandspiel widmen.
Während das Spiel noch lief, half Dirk noch einem Spieler dessen Auto mithilfe von Startkabeln zu reanimieren, da dieser noch zum Hotel fahren musste. Als auch das erfolgreich beendet war, galt es noch ein weiteres Auto so zu parken, dass ein anderes Zelt von den Ettlingern nicht direkt dem Wind ausgesetzt war. Endlich konnten wir alle das Spiel anschauen. Nachdem der Krimi für Deutschland entschieden war und auch der Sturm nachließ, konnten die Huskys zu ihrem Platz und die Sachen die wahllos irgendwo hingestopft waren so zu verräumen, dass ein schlafen irgendwie möglich war. Selina und Pierre konnten ihr Zelt wieder aufbauen und dort schlafen. Maik und Nadine waren sowieso im Auto und auch Oli und Silke konnten den Wohnwagen beziehen. Mario machte sich ein Plätzchen auf seinem Beifahrersitz frei und konnte dort schlafen. Dirk schnappte sich seinen Schlafsack und zog es vor in der Safezone auf einen Tisch, unter einem Wellblechdach zu pennen.
Der Sturm zog ab, doch dafür setzte der Regen ein, der uns dann auch blieb. Der Sonntagmorgen begann für alle recht verkatert und mit Regen. An ein gemütliches Frühstück mit Sitzgelegenheit war nicht zu denken. Nadine und Silke kamen auf die Idee alle übriggebliebenen Fressalien im Wohnwagen herzurichten und jeder schnappte sich was und es wurde ein Stehimbiss abgehalten. Danach ging es ans zusammenpacken und erstmal alle Utensilien dem rechtmäßigen Eigentümer zuzuordnen. Da alles nass war und es immer noch regnete, musste dies unter widrigen Umständen geschehen. Gegen kurz nach Elf Uhr war Abmarschbereitschaft
hergestellt. Pierre und Selina fuhren direkt nach Karlsruhe. Maik und Nadine sowie Mario und Dirk und auch Silke und Oli mit Wohnwagen machten sich in Kolonne auf den Rückweg nach Leutenheim.
Unterwegs machten wir einen kurzen Halt beim Bäcker. Nadine kam dann auf die Idee in Roppenheim am Pizzaautomaten für alle was zu essen zu holen um dies dann bei denen zu Hause zu essen. Gesagt, getan. Als dann der Wohnwagen wieder an seinem Platz stand und wir uns von Maik und Nadine verabschiedet hatten, ging es für die letzten vier Huskys zurück nach Lahr und Friesenheim.
Fazit: Ein geniales Wochenende trotz extremen Wetters in jeglicher Hinsicht. Zwei geile neue Huskys die das Team immens bereichern, einer super Orga von EAV einer Top-Location und einer sehr freundlichen und hilfsbereiten Spielerschaft. Wir werden definitiv zum nächsten Spiel der EAV wiederkommen.
Kommentare